Wie energe­tisch weibliche Frauen arbeiten

In diesem Blogbeitrag erfährst du:

  • warum du dich als energe­tisch weibliche Frau oft erschöpft, frustriert, und in deiner Karriere blockiert fühlst
  • was das mit deiner energe­ti­schen Ausrichtung zu tun hat (und nicht mit Faulheit oder Inkompetenz)
  • warum deine Erschöpfung & dein beruf­licher Frust das Resultat fehlender weiblicher Arbeits­me­thoden sind
  • was du tun kannst, um dich besser zu fühlen, und eine erfül­lende Produk­ti­vität für dich zu gestalten

Noch vor einigen Jahren hatte ich ein ganzes Bücher­regal voll mit Büchern über Produk­ti­vität, Arbeits­rou­tinen, und was genau Menschen nun erfolg­reich macht. Ich sehnte mich nach einer erfül­lenden Karriere und einem möglichst großen Erfolg (in meiner Wunsch­vor­stellung waren das ein Prof. Dr. vor meinem Namen und ein Hörsaal voller Menschen, die mir zuhörten).

Aber ich hatte Schwie­rig­keiten, mich zu motivieren. Ich litt an einer Schreib­blo­ckade. Ich schämte mich für meine Arbeit, weil ich spüren konnte, dass da noch so viel mehr in mir war. 

Ich hatte das Gefühl, als würde ich in meiner Karriere mit aller Macht gegen eine Wand oder in ein schwarzes Loch hinein arbeiten.

Wenn es dir auch so geht, möchte ich dir hier eine Erklärung & Lösung für diese frustrie­rende Erfahrung vorstellen. Es gibt sicherlich viele Gründe für diesen Frust, aber mein Ansatz betrifft vor allem Menschen, die sich als „weiblich“ identi­fi­zieren. Dabei ist egal, wie dein Körper aussieht oder was in deinem Perso­nal­ausweis steht, wovon ich hier spreche ist eine energe­tische Ausrichtung.

Es ist oft gar nicht so leicht heraus­zu­finden, ob unsere energe­tische Ausrichtung eher männlich, weiblich oder irgendwo dazwi­schen ist. Denn schon als Kindern werden uns energe­tisch männliche Verhaltens‑, Denk- und Arbeits­weisen anerzogen.

Wir lernen, dass wenn wir etwas schreiben, es eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss haben soll. Dass ein Argument schlüssig und in einem Absatz aufgebaut werden muss. Und dann lernen wir, kompe­titiv zu sein: Beim Völkerball, den besten Noten, der Wahl der Schule, des Studi­en­gangs. Wir fangen an, uns logische Ziele zu setzen. Wir planen aus, wie wir Schritt für Schritt dahin kommen, wir erstellen einen Zeitplan und eine Liste mit Aufgaben.

Dies sind alles energe­tisch männliche Fähig­keiten, die sich für energe­tisch männliche Personen toll anfühlen. Sie fühlen sich motiviert, begeistert und sind stolz auf sich. Sie erfüllen sie mit Energie und positiven Gefühlen. Das heißt, diese männlichen Fähig­keiten unter­stützen sie ideal auf ihrem Lebensweg und ihrer Karriere.

Und weil jeder Mensch energe­tisch männliche und weibliche Anteile hat, finden auch energe­tisch weibliche Menschen das gut und schlüssig. 

Unsere männlichen Anteile lieben Logik, Zeitpläne und das Gefühl, sich auf einer lebens­wich­tigen Mission zu befinden.

Aber wenn du mehr energe­tisch weibliche Anteile in dir vereinst, führt ein übermä­ßiges Nutzen von männlichen Werkzeugen zu Problemen:

  • Du erschöpfst zunehmend und siehst andere an dir vorbeiziehen.
  • Du verlierst die Motivation und hast keine Lust mehr, zur Arbeit zu gehen.
  • Du fühlst dich unzufrieden und betrogen, ohne genau sagen zu können, warum. (Oder du findest etwas, dem du die Schuld dafür geben kannst).
  • Du fragst dich plötzlich, warum du eigentlich für deine harte Arbeit so wenig zurückbekommst.
  • Du fühlst dich hart, wertlos, bitter und verloren (und manchmal sehr wütend).

Und weil wir in einer patriacha­li­schen-kapita­lis­ti­schen Gesell­schaft leben, die dem Weiblichen gerne die Schuld dafür gibt, ihre Bedürf­nisse nicht zu erfüllen, hast du dann das Gefühl, dass alles deine Schuld ist. Dass du inkom­petent bist, nicht stark genug, zu emotional, irrational, und dass du einfach vernünftig sein solltest. Dass du irgendwie defekt, beschädigt, und anders bist.

Und weil wir nur männliche Lösungs­stra­tegien für Probleme kennen, zwingen wir uns, energe­tisch noch männlicher zu agieren. Womit wir uns weiter erschöpfen und frustrieren.

Die Botschaft, die wir verin­ner­licht haben, lautet:

Wenn wir einfach nur härter arbeiten, uns mehr anstrengen, uns stärker kontrol­lieren, dann wird alles gut werden. Dann werden wir bekommen, was wir wollen.

Wir müssen nur unseren inneren Schwei­nehund besiegen, der uns gefangen hält und sabotiert. 

Nur, dass dieser Schwei­nehund das Weibliche in uns ist ist.

Also kämpfen wir große Kämpfe gegen uns selbst. Bis wir vergessen haben, wer wir eigentlich sind, was wir brauchen und wo unser Herz schlägt. 

Und als energe­tisch weibliche Personen kämpfen wir diesen Kampf gegen uns selbst mit unseren männlichen Anteilen. Das bedeutet mit vielleicht 20–30% unserer gesamten Ressourcen. 

Und dann versuchen wir gleich­zeitig noch mit dem Rest unserer männlichen Energie Karriere zu machen, eine:n Partner:in zu finden, einen Haushalt zu führen und unsere Eltern zu pflegen.

Solltest du dich also erschöpft, verbittert, und ausge­botet fühlen, meine Liebe, dies ist die Ursache:

Du bist eine energe­tisch weibliche Frau, die in einer energe­tisch männlichen Gesell­schaft und Kultur, auf energe­tisch männliche Weise agiert. 

Und niemand hat uns jemals gezeigt, wir wir unsere weibliche Energie für uns nutzen können.

Der Feminismus der letzten Jahrzehnte hat uns ein großes Geschenk gemacht. Wir durften unsere männlichen Anteile entwi­ckeln und beginnen, uns in die männliche Gesell­schaft und Karriere einzu­bringen. Es ist wundervoll, diese männlichen Fähig­keiten und Werkzeuge zu haben, und für eine erfül­lende Karriere & ein gutes Leben sollten wir sie nicht wegwerfen.

Aber um unser Potential voll auszu­schöpfen, macht es keinen Sinn, nur mit einem Drittel unserer Kraft zu agieren. Wenn du in deinem Leben ständig erschöpft & frustriert bist, und mit den letzten Energie­re­serven eine Wand vor dir herschiebst, wohin könntest du kommen, wenn die Wand plötzlich verschwindet? Wenn du Zugriff auf deine ganze Energie hast? Was möchtest du erreichen?

Die gute Nachricht ist, um Zugang zu unserer Energie zu bekommen, können wir bei uns selbst anfangen. 

Bei unserer eigenen Weiblichkeit, die wir unabsichtlich vergessen, beschämt und unter­drückt haben. 

Für unser eigenes Wohlbe­finden, ein Leben und einen Erfolg, der all unsere energe­ti­schen Anteile befriedigt.

Ein Leben, in dem wir uns nicht mehr fragen, was mit uns nicht stimmt, warum wir ständig so frustriert und müde sind, und warum unser Erfolg sich so anfühlt, als hätten wir uns irgendwie dahin geschummelt.

Ein Leben, in dem wir uns gut mit uns und unserer Kompetenz fühlen, sie voll ausspielen können, und damit ein Leben gestalten, dass uns zufrieden stellt. Ein Leben, dass sich gut anfühlt und auf dass wir stolz sind (auch wenn es einmal nicht so gut läuft).

Der erste Schritt für diesen Erfolg beginnt in meiner Arbeit mit weiblichem Selbst­ma­nagement mit der Heimkehr zu unserem Körper als Container für unsere Energie, unsere Sehnsüchte, und unser Wissen um uns selbst.

Denn um mit deiner Weiblichkeit zu arbeiten, musst du nichts Neues lernen oder kompli­zierte Methoden auspro­bieren. Sie ist bereits da. Du hast bereits alles, was du dafür brauchst. Wir haben nur verlernt, ihr zuzuhören und ihre Bedürf­nisse ernst zu nehmen.

Alles Liebe,
Katrin