Was ist weibliche Energie?

In diesem Blogpost geht es um spiri­tuelle Weiblichkeit. Du erfährst:

  • warum weibliche Energie nichts mit deinem Geschlecht zu tun hat
  • was spiri­tuelle Männlichkeit & Weiblichkeit sind und warum sie in unserem Alltag wichtig sind
  • warum weibliche Energie magne­tisch ist
  • wie du mehr in deine weibliche Energie kommst

Dies ist ein langer, detail­lierter Artikel über ein komplexes Thema. Vielleicht möchtest du dir also Tee und Kekse holen, bevor du mit dem Lesen beginnst. ;)

Wenn du gleich zum Thema einsteigen möchtest und kein Interesse an der Geschlech­ter­de­batte hast, kannst du diese hier überspringen: Weibliche Energie und Anzie­hungs­kraft verstehen.

Es gibt so viele Weisen Weiblichkeit zu definieren, wie es Menschen gibt.

Das Verständnis von spiri­tu­eller Weiblichkeit, dass ich dir gleich vorstelle, ist meine persön­liche Sicht­weise. Sie ist inspi­riert durch meine (nicht fertig gestellte) Doktor­arbeit zu Geschlecht im frühen Ayurveda und meinem Verständnis von altin­di­scher Körperphilosophie .

Ich habe diese Definition gewählt, weil sie mir hilft, positive Trans­for­ma­tionen für mich und meine Klient:innen in ihrem beruf­lichen Alltag zu erzielen. Das heißt aber nicht, dass meine Meinung auf alle Menschen zutrifft oder in allen Situation wahr ist. Oder dass alle Expert:innen für Weiblichkeit mir zustimmen. Es heißt nur, dass es manchmal hilfreich sein kann, eine Situation durch die Linse dieses Verständ­nisses von spiri­tu­eller Weiblichkeit zu betrachten.

Als Trainerin für weibliches Selbst­ma­nagement arbeite ich mit weiblicher und männlicher Energie. Meiner Erfahrung nach haben diese absolut und rein gar nichts mit unserem Geschlecht zu tun haben. Aber sie inter­agieren mit unseren Geschlech­ter­vor­stel­lungen. Und sie können (aus-)genutzt werden für alle möglichen Zwecke: Zum Beispiel um uns gut mit uns selbst zu fühlen. Oder als Totalversager:in.

Deswegen habe ich lange Zeit gezögert, all diesen Stimmen noch eine weitere hinzu­zu­fügen. Oder mich gefragt, ob ich dem allen einen anderen Namen geben soll. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, die Geschlech­ter­dis­kussion offen zu führen – und sie nicht hinter einem fancy Begriff zu verschleiern.

Es gibt so viele Debatten und Ideen, wie Weiblichkeit nun aussieht, ob sie überhaupt real ist, wie sie gefördert, unter­stützt oder vergessen werden sollte. All diese gesell­schafts­po­li­ti­schen Fragen sind wichtig. Und sie machen es uns schwer heraus­zu­finden, was Weiblichkeit für uns ganz persönlich bedeutet. Ohne uns sofort zu fragen, ob wir jetzt feminis­tisch, konser­vativ oder einfach nicht attraktiv genug sind.

In der Dating­szene und dem Bezie­hungs­coa­ching stolpere ich manchmal über die Idee, dass wir unwider­stehlich für Männer werden, wenn wir unsere Weiblichkeit kulti­vieren. Für lange Zeit habe ich mich gefragt, was falsch an mir ist. Denn ich habe keinen Harem an Männern, die mir hinterherlaufen.

Was ich glaube, was in dieser Art von Bezie­hungs­coa­ching passiert, ist folgendes: Es wird dir beigebracht, deine weibliche Energie auf eine Weise auszu­drücken, die in unserer Kultur als Marker für weibliche Attrak­ti­vität gilt. Und es ist nichts falsch daran, entweder ganz natürlich diese Art von Weiblichkeit zu verkörpern oder es zu lernen.

Aber spiri­tuelle Weiblichkeit ist größer als das, was in unserer Kultur als attraktiv gilt.

Vor allem ist spiri­tuelle Weiblichkeit für dich, deinen Genuss und dein Wohlbe­finden. Sie existiert nicht, um irgend­je­manden zu gefallen, politisch korrekt zu sein, oder um bestimmte Reaktionen hervorzurufen.

Ich wünsche mir für dich, dass du glücklich wirst mit dem Ausdruck deiner weiblichen Energie, der ganz natürlich für dich ist. Deswegen biete ich weibliches Selbst­ma­nagement für dich an und kein Bezie­hungs­coa­ching oder Imageconsulting.

Denn deine Weiblichkeit ist perfekt. Und sie gehört dir. Du bestimmst, wie du sie verstehen und leben möchtest.

1. Spiri­tuelle Männlichkeit und Weiblichkeit verstehen

Spiri­tuelle Männlichkeit und Weiblichkeit sind vor allem aus dem asiati­schen Raum bekannt. Sie heißen dort je nach Tradition Yin und Yang, Shiva und Shakti, Feuer und Wasser, solar und lunar.

Im Deutschen haben wir diese beiden spiri­tu­ellen Konzepte als männlich und weiblich übersetzt, aber wir könnten sie auch sonnen­artig und mondartig nennen. Oder lila und minzgrün.

Denn alle von uns – egal welches Geschlecht – haben nämlich beides in uns: Männlichkeit und Weiblichkeit (oder lila und minzgrün). Was diese Worte bezeichnen, ist die indivi­duelle Mischung zwei ganz bestimmter Sehnsüchte in uns.

Yin und Yang einfach erklärt: Yin ist spirituelle Weiblichkeit mit dem Grundbedürfnis Sichtbarkeit und Öffnung. Sie möchte entdeckt werden. Yang ist spirituelle Männlichkeit mit dem Grundbedürfnis Freiheit und Bedeutung. Er möchte respektiert werden.

Spiri­tuelle Weiblichkeit sehnt sich danach, gesehen zu werden und geöffnet zu sein.
Spiri­tuelle Männlichkeit sehnt sich danach, wichtig und frei zu sein.

In unserem Alltag wollen wir meistens beides in einem bestimmten Mischungs­ver­hältnis. Vielleicht 30% Freiheit und 70% Sicht­barkeit. Je nach Situation wollen wir auch lieber frei sein als gesehen zu werden.

Und dann wollen wir meistens auch noch ganz andere Dinge. Etwa mehr Geld, eine Liebes­be­ziehung und Erfolg. Die Idee von spiri­tu­eller Männlichkeit und Weiblichkeit geht davon aus, dass all unseren Bedürf­nisse auf diese zwei Grund­sehn­süchte zurückgehen.

Wir wollen mehr Geld, um sicher zu sein, dass wir wichtig sind. Oder es wert sind, gesehen zu werden. Wir wollen einen Liebes­partner, um uns ganz zu offen­baren. Oder um für jemanden bedeutsam zu sein.

2. Wie sich männliche und weibliche Energie verhalten

Deine einzig­artige Mischung aus spiri­tu­eller Männlichkeit und Weiblichkeit drückt aus, was dir in der Tiefe deines Herzens wichtiger ist: Freiheit oder Sicht­barkeit. Diese Bedürfnis bestimmt, wie du dich zur Welt orien­tierst und dich durch dein Leben bewegst.

Wenn Freiheit die höchste Priorität in deinem Leben ist, wirst du dich anders verhalten, als wenn du vor allem gesehen werden möchtest. Du wirst einen anderen Beruf wählen und dir andere Hobbies suchen. Oder du wirst deinen Beruf anders ausüben als jemand, der eine andere Priorität im Leben hat.

Dein Verhalten, dass entweder nach Freiheit oder Sicht­barkeit ausge­richtet ist, ist deine spiri­tuell männliche oder weibliche Energie. Andere Menschen können oft wahrnehmen, ob du lieber in Ruhe gelassen werden willst oder offen für ein Gespräch ist.

Diese energe­tische Ausrichtung kann sich von Tag zu Tag verändern, was vollkommen normal ist. Aber unter den normalen Schwan­kungen, weil du vielleicht schlecht geschlafen hast, bleibt deine energe­tische Grund­aus­richtung erhalten.

Wie unter­scheiden sich weibliche und männliche Energie?

Männliche und weibliche Energie folgen bestimmten Mustern und nutzen bestimmte Werkzeuge, um sich ihren Zielen anzunähern.

Wie unterscheiden sich weibliche und männliche Energie? Weibliche Energie ist Bewegung, Körper, Gefühl und Sinnlichkeit. Sie bewegt sich spiralförmig. Männliche Energie ist Beewusstsein, Verstand, Logik und Abstraktion. Er bewegt sich in einer Linie.

Männliche Energie ist Bewusstsein. Er bewegt sich linear durch die Welt – wie ein Pfeil. Er nutzt Logik, Abstraktion und Disziplin, um seine Ziele zu erreichen. Er arbeitet durch den Verstand.

Wenn du zum Beispiel haupt­sächlich männliche Energie in einem Arbeits­projekt anwendest, dann arbeitest du schnell deine Aufga­ben­liste ab. Du weißt genau, was du tun musst, um dein Ziel zu erreichen. Aber dein Projekt hat nicht viel Tiefgang oder Gefühl – und manche Projekte brauchen das auch nicht. Sie müssen nur schnell und gründlich erledigt werden.

Weibliche Energie ist Bewegung in einer Spirale. Ihr Ziel ist es, sich mehr zu öffnen, damit sie besser gesehen und gehört wird. Sie nutzt dafür Gefühle, Genuss und Sinnlichkeit. Sie arbeitet durch ihren Körper.

Vielleicht entschließt du dich, ein Projekt vor allem mit weiblicher Energie zu bearbeiten. Du arbeitest dich tief in die Materie ein. Du fühlst dabei, wie sich das anfühlt, und wo es noch Unklar­heiten gibt. Du genießt den Prozess, dich mehr und mehr für das Thema zu öffnen. Und weil sich das so gut anfühlt, willst du niemals mit diesem Thema fertig werden – und manchmal muss man das auch nicht. Manche Projekte sind Lebensaufgaben.

In den meisten Fällen wenden wir eine Mischung aus männlicher und weiblicher Energie an, um an einem Projekt zu arbeiten: Wir wollen schon damit fertig werden, aber es soll auch ausrei­chend Tiefe haben und sich gut für uns anfühlen.

Oder unser Arbeit­geber gibt uns vor, wie wir an einem Projekt arbeiten sollen.

Spannungen zwischen männlicher und weiblicher Energie

Weil männliche und weibliche Energie verschieden sind, kommt es oft zu Reibungen zwischen den beiden.

Die eine Hälfte von uns möchte schnell voran­kommen und hat keine Zeit dafür, das auch noch zu genießen. Der andere Teil von uns fühlt sich übergangen und will jetzt erst recht Schoko­la­den­torte, Netflix und volle Aufmerksamkeit.

Oder: Deine Chefin möchte das Projekt schnell abschließen, aber du bist der Meinung, dass man das so nicht lassen kann. Sie hält dich für schwierig und du sie für einen oberfläch­lichen Sturkopf.

Diese Reibungen sind nervtötend, aber normal. Männliche und weibliche Energie arbeiten zusammen, um ein ausba­lan­ciertes, energe­tisch leben­diges Ergebnis zu erzielen. Wenn wir es schaffen, zwischen beiden Impulsen auf eine Weise zu vermitteln, die sich gut anfühlt. Was außerdem hilfreich ist, ist ein Gespür, wann das sinnlos ist und wir uns lieber anderen Dingen zuwenden sollten.

Denn manchmal ist es nicht hilfreich, unsere:n Kolleg:in zu konfron­tieren, aber darüber zu verbittern hilft uns auch nicht weiter. Und manchmal ist es notwendig heraus­zu­finden, was hinter dem Bedürfnis nach Schoko­torte & Netflix steckt, um danach schneller voranzukommen.

3. Warum unsere spiri­tuelle Weiblichkeit ganz uneso­te­risch wichtig für uns ist

Manchmal gestehen wir uns nicht ein, dass wir in unserer Karriere & Alltag mehr wollen als materielle Sicherheit und eine nette, oberfläch­liche Gemein­schaft zum Zeitvertreib.

Wir sehnen uns nach mehr Tiefe, Wertschätzung und einer Richtung, der wir folgen können. Wir sind frustriert, verletzt, und verraten, weil wir diese Dinge nicht bekommen. Oft wissen wir gar nicht, warum wir diese Gefühle empfinden.

Dann wird uns gesagt (oft sogar durch die Stimme in unserem Kopf), dass wir schwierig sind, zu viel erwarten und uns einfach nicht so anstellen sollen. Also reißen wir uns zusammen und zwingen uns nett zu lächeln, obwohl wir uns nicht danach fühlen.

Dieser innere Kampf mit unseren Gefühlen und Bedürf­nissen ist unglaublich anstrengend. Wir fühlen uns erschöpft, haben keine Lust mehr auf unsere Arbeit, schludern das so hin, und verprellen unsere Chancen.

Und manchmal fühlen wir uns wie ein Druck­kochtopf kurz vor dem Explo­dieren. Unsere Wut entlädt sich dann auf Tante Erna, die zufällig vorbeikam. Und dann schämen wir uns für unseren Ausbruch.

Wenn wir uns unserer tiefen Bedürf­nisse bewusst sind, können wir Werkzeuge entwi­ckeln, um sie tatsächlich zu befrie­digen. Es ist nichts falsch daran, mehr aus unserer Karriere zu wollen als materielle Sicherheit & Status, oder mit unseren Bezie­hungen tiefer gehen zu wollen. Nur wenn wir das leugnen, kommen unsere unerfüllten Wünsche in allen möglichen Situa­tionen hoch, in denen wir das so vielleicht nicht gewollt hatten.

Unsere veral­teten Wirtschafts­struk­turen sind oft noch nicht auf uns, unsere Bedürf­nisse und Arbeits­weisen einge­spielt. Diese Spannung ist furchtbar frustrierend. Deswegen glaube ich, dass weibliches Selbst­ma­nagement so wichtig für uns ist – damit wir nicht einfach aufgeben, verzweifeln oder unseren Frust in uns hineinfressen.

Denn du verdienst es, dass deine Bedürf­nisse auf eine anständige Weise befriedigt werden. Dass du dich auf eine Weise einbringen kannst, die sich gut für dich anfühlt.

Und auch wenn unsere Welt nicht perfekt ist, so haben wir im Moment mehr Möglich­keiten und Werkzeuge zu unserer Verfügung, als wir es vielleicht jemals hatten.

4. Warum spiri­tuelle Weiblichkeit magne­tisch ist

Wenn wir beginnen, uns mit weiblicher Energie zu beschäf­tigen, stolpern wir schnell über das Versprechen, dass spiri­tuelle Weiblichkeit magne­tisch ist. Weibliche Energie soll Geld, Erfolg, die große Liebe und den Landsitz auf Hawaii anziehen. Ohne, dass wir hart dafür arbeiten müssen. Einfach, weil wir weiblich sind.

Du kannst frei entscheiden, ob du dieser magischen Anzie­hungs­kraft von Weiblichkeit vertraust. Das musst du aber nicht. Ich glaube, dass du viel dran ist – es ist nur nicht ganz so einfach, wie manchmal behauptet wird.

Wenn du weiblichen Magne­tismus auspro­bieren möchtest, möchte ich dir hier ein paar Gedanken mitgeben, wie das für mich funktioniert.

Dies sind meine spiri­tu­ellen Erfah­rungen, und deine können vollkommen anders sein. Das ist großartig. Wenn sich etwas für dich nicht richtig anfühlt, dann ist es auch nicht das Richtige für dich. ;)

Ganz wichtig: Bitte versuche nicht, dich durch spiri­tuelle Werkzeuge gesund­heitlich zu heilen oder dich aus Krisen­si­tua­tionen zu manövrieren. Das wird nicht funktionieren.

Spiri­tua­lität erinnert dich daran, dass du mit all dem, was in deinem Leben gerade vor sich geht, geliebt, geschätzt und gesehen wirst. Dass du auch mit einer Depression, einem gebro­chenen Bein oder einem leeren Bankkonto in den Augen von Gott/​der Liebe/​dem Universum/​der Natur/​dem Ursprung allen Seins wertvoll bist.

Das ist ein tolles Gefühl, aber es wird deine Depression und Knochen nicht heilen oder deine Schulden bezahlen. Bitte suche deswegen eine:n Ärzt:in, Psychotherapeut:in oder andere Expert:in auf, wenn du Unter­stützung benötigst.

Der zentrale Punkt für den magischen weiblichen Magnetimus ist, dass spiri­tuelle Weiblichkeit nicht auf alles und jeden anziehend wirkt. Es ist allein anziehend für das spiri­tuell Männliche.

Beide spiri­tuelle Energien stehen in einer Beziehung zuein­ander. Sie können sich gegen­seitig ausbremsen oder unter­stützen. Sie brauchen sich gegen­seitig, weil sie vom anderen etwas bekommen, das sie selbst nicht herstellen können.

Mit weiblicher Anzie­hungs­kraft zu arbeiten bedeutet, uns bewusst zu werden, dass wir uns gegen­seitig brauchen. 

Dass wir in Bezie­hungen stehen, nicht nur zu Menschen, sondern auch zu uns selbst, zu Gegen­ständen, abstrakten Ideen, der Vergan­genheit und Zukunft.

Wie in jeder Beziehung, wenn wir etwas vom anderen wollen, müssen wir auch etwas zurück­geben. Einsei­tigkeit kann eine Weile funktio­nieren, aber meistens hat unser:e Partner:in dann irgendwann keine Lust mehr, etwas für uns zu tun. Niemand lässt sich gerne ausnutzen.

Deswegen ist es wichtig, etwas zurück­zu­geben. Und nicht nur das, das du gerade geben möchtest, sondern etwas, das das spiri­tuelle Männliche tatsächlich braucht.

Glück­li­cher­weise haben schon viele Menschen darüber nachge­dacht, was er gut leiden kann. Er möchte vom Weiblichen:

  • Ehrlichen Genuss, weil ihm das Energie gibt.
  • Absolute Offenheit, weil er nur so sehen kann, was du brauchst.
  • Unerschüt­ter­liches Vertrauen in seinen freien Willen und seine Kompetenz. (Das heißt, du bist auch zufrieden, wenn er dir nicht gibt, wonach du dich sehnst.)

Wenn du also mehr Erfolg anziehen möchtest, genießt du aus vollem Herzen den Erfolg, den du bereits hast. Gleich­zeitig zeigst du, wie sehr du dich nach mehr sehnst. Und dann bist du voller Vertrauen darauf, dass mehr zu dir kommt. Und dass es perfekt sein wird (auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anfühlt).

Du tust aber nicht nur so als ob, sondern du fühlst und handelst danach. Du vertraust ehrlich darauf, dass du deinem Erfolg vertrauen kannst. Auch wenn gerade alles düster aussieht.

Ich persönlich liebe es, so zu leben. Denn wenn ich die Wahl habe zwischen dem Gefühl, mein ganzes Leben alleine stemmen zu müssen, oder dem inneren Wissen, dass ich unter­stützt werde – dann wähle ich Unter­stützung. Sogar wenn ich mir das nur einbilde.

Denn mein Leben fühlt sich so viel besser, leichter und entspannter. an Und das hilft mir, mehr für mich zu erreichen. Und das wünsche ich mir auch für dich.

4. Wie du deine weibliche Energie aktivierst

Spiri­tuelle Weiblichkeit ist eine Energie, die wir alle haben. Es ist aber auch eine Fähigkeit, die wir trainieren und entwi­ckeln können.

Wir glauben oft, dass wir ein bestimmter Typ von Mensch sind. Da sind die einen, für die alles so leicht und genussvoll ist. Auch wenn es nicht so gut läuft, stecken sie das irgendwie weg, während wir vollkommen panisch sind. Sie glauben an sich selbst, das Gute/​Positive/​Leben/​Universum. Sie sind unendlich optimis­tisch und absolut hinreißend.

Diese innere Haltung an Selbst­ver­trauen, Gelas­senheit und Lebens­freude ist unsere spiri­tuelle Weiblichkeit. Und wie du für einen Triathlon trainieren kannst, kannst du auch deine Fähigkeit schulen, zu vertrauen, zu genießen und offen für Möglich­keiten zu sein.

Das heißt im Übrigen nicht, dass du blöd sein und jeder Idee, Arbeits­stelle oder Liebes­be­ziehung hinter­her­rennen sollst. Energe­tische Weiblichkeit erschnüffelt fehlende Integrität, Lügen und Gefahr wie ein Spürhund. (Ich glaube, das ist der Grund, warum das Patri­archat und der Kapita­lismus es nicht so gut leiden können.)

Aber wir sind keine energe­ti­schen Prinzipien. Wir sind Menschen. Und dieses energe­tisch weibliche Urteils­ver­mögen wird vor allem Frauen gerne aberzogen, wenn ihre Intuition und ihr Bauch­gefühl nicht ernst genommen wird.

Manchmal haben wir ganz verlernt, diese innere Stimme zu hören. Und manchmal haben wir verlernt zu unter­scheiden, was unser Gespür oder gesell­schaft­liche Program­mierung ist. Manchmal sind wir so enttäuscht von den männlichen Struk­turen und Wesen in unserem Umfeld, dass wir ihnen aus Gewohnheit nicht vertrauen.

Deswegen ist der wichtigste Schritt, der meiner Meinung oft vergessen wird, wenn wir mit spiri­tu­eller Weiblichkeit arbeiten, uns selbst wieder zu vertrauen. Solide und boden­ständig. Denn spiri­tuelle Weiblichkeit entfaltet sich durch Vertrauen.

Und von diesem Fundament aus können wir dann lernen, uns für die guten Dinge in dieser Welt zu öffnen und sie zu genießen. Anstatt ständig nach Gefahren Ausschau zu halten.

Meine ersten Schritte mit spiri­tu­eller Weiblichkeit habe ich mit Danielle LaPortes Desire Map (Amazon-Link, kein Affiliate) gemacht. Damals wusste ich noch nicht so genau, was weibliche Energie eigentlich ist. Und ich glaube, Danielle wusste das damals auch noch nicht. Desire Mapping ist ein unkom­pli­zierter Einstieg, wenn du in deinem Alltag mehr in deine weibliche Energie kommen möchtest.

Alles Liebe,
Katrin